
„Stuttgarter Erklärung" stützt Idee der Gleichstellung
Stuttgart (pm) - 58 Frauen aus 14 Ländern gründeten vor 100 Jahren in Stuttgart die Sozialistische Fraueninternationale (Socialist International Women, SIW), die heute mit weltweit 146 Mitgliedsorganisationen das größte Frauen-Netzwerk darstellt. Zur Hundertjahrfeier dieser ältesten frauenpolitischen Organisation reisten am vergangenen Wochenende rund 450 Frauen allen Alters aus über 40 Staaten nach Stuttgart ins Haus der Wirtschaft: Aus Europa, Südamerika, Afghanistan, Irak, Kamerun oder der Mongolei, von der politischen Bühne des EU-Parlaments in Brüssel, vom Deutschen Bundestag, dem Landtag und aus der Region Stuttgart kamen Frauen aus den sozialdemokratischen und sozialistischen Parteien und Fraktionen.
„Noch immer nicht sind die Herausforderungen wie die Verbesserung der Gleichstellung der Frauen, gleicher Zugang zu Bildung, Menschenrechte, Frieden, Wirken gegen Diskriminierung und Gewalt erledigt", betonte die SIW-Präsidentin Pia Locatelli, MdEP aus Italien. Chantal Kambiwa, Vize-Präsidentin der SIW aus Kamerun, betonte die Wichtigkeit des Kampfes gegen Armut und AIDS als einen Kampf zugunsten von Frauen. Die bedrückenden Ausführungen und Appelle der Frauen-Ministerin aus Afghanistan bewegten die Gäste zutiefst.
Mit der "Stuttgarter Erklärung" unterstrich die Konferenz die Forderung der Sozialistischen Fraueninternationale nach gleicher Teilhabe am politischen, wirtschaftlichen und sozialen Leben. „Wir tragen die Ideen von 58 Frauen noch immer!", bekräftigten Vertreterinnen der SPD aus der Region Stuttgart.
Internationale Beiträge und Kontakte, lebhafte Diskussionsrunden und ein angeregter Austausch in den Programmpausen auch unter Frauen aus der Region Stuttgart haben mitgeholfen, das Frauen-Netzwerk auf vielen Ebenen und quer durch die politischen Ebenen inhaltlich und persönlich zu festigen.

