Diskussion in Berglen: "Arbeit lohnt sich immer?!"

Veröffentlicht am 20.07.2026 in Aktuelles

Jede 16. Person gilt im Rems-Murr-Kreis als armutsgefährdet. Die erschreckend hohe Zahl kommt von der Wirschaftssoziologin Rebecca Lo Bello, die am Samstag (18.0726) in einer Veranstaltung des Ortsvereins Berglen über ihre Studie "Arbeit lohnt sich immer?!" berichtete.

Die Region Stuttgart zählt zu den reichsten in Europa. Dennoch nimmt die Armutsgefährdung zu. Besonders betroffen sind bei uns (wie eigentlich überall) Kinder und Jugendliche. Im Rems-Murr-Kreis gilt laut ihrer Studie jedes fünfte Kind oder Jugendlicher als gefährdet. Jeder zehnte nicht Erwachsene bezieht Grundsicherung.

Neben Rebecca Lo Bello saß unsere Bundestagsabgeordnete Saskia Esken. Sie gab einen Einblick in die Diskussion im Bundestag über die in unserer Partei umstrittene und von Bundeskanzler Friedrich Merz durchgeboxte Reform der Sozialpolitik. Sasika berichtete, wie die CDU alles versucht habe, mit der Umbennenung des Bürgergelds in die Grundsicherung die vorangegangenen Errungenschaften der SPD schlechtzureden.

Leider seien die konservativen Medien voll darauf eingestiegen. Mit der Reform sei nicht alles schlecht geworden, versicherte Saskia. In einigen wichtigen Punkten habe sich die Partei durchsetzen können. Dies müsse nun nach außen getragen werden.

Die Wissenschaftlerin und Saskia betonten, dass es zunehmend schwerer und für manche sogar unmöglich werde, aus der Arbeitslosigkeit in den Arbeitsmarkt zurückzukehren. Betroffen seien nicht nur ältere Arbeitnehmer*innen, sondern vor allem in der aktuellen Krise der Autombilwirtschaft jüngere Menschen. Deswegen sei es so wichtig, sich um Menschen, deren Arbeitsplätze gefährdet seien, intensiv zu kümmern. Im Gespräch schilderten zwei Betoffene, wie schwierig es für sie ist, nach einer längeren Zeit der Arbeitslosigkeit wieder einen qualitativen Job zu finden.

 

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