Für eine regionale Offensive in der Nahversorgung
Die Region Stuttgart wird in den nächsten Jahren Maßnahmen gemeinsam mit den Städten und Gemeinden der Region initiieren, welche die Perspektive einer flächendeckenden, wohnungsnahen und erschwinglichen Nahversorgung wieder eröffnen. Kern ist es, die Einrichtung so genannter BONUS-Märkte, CAP-Märkte, sozialer Warenhäuser oder vergleichbarer Einrichtungen, zu fördern.
Dazu wird die Region
1. eine Informationsveranstaltung ‚Sinn, Zweck und Trägerschaft von Bonus-Märkten etc.’ durchführen. Beteiligt werden sollen die Stadt Stuttgart und die Bundesagentur für Arbeit. Zielgruppe sind alle Städte und Gemeinden der Region sowie einschlägige gemeinnützige Organisationen,
2. eine Entwicklungsplanung ‚soziale Märkte in der Region, zusammen mit möglichen Trägern, entwickeln.
Begründung:
Eine ausreichend funktionierende Nahversorgung ist ein wichtiger Teil der Daseinsvorsorge und liegt im öffentlichen Interesse. Bereits heute findet in 35 der 179 Gemeinden unserer Region diese Nahversorgung nicht mehr statt. Zahlreiche Teilorte von Städten und Gemeinden machen diese Zahl sicher noch weitaus größer. Die Sicherung der Nahversorgung in diesen Orten kann in der Regel nur noch über Strukturen erreicht werden, die eine öffentliche Stützung haben. Die arbeitsmarktpolitischen Fördervoraussetzungen von Beschäftigten in Bonus-Märkten sind in diesem Zusammenhang in den letzten Monaten einer Revision und Klärung unterzogen worden. Es erscheint grundsätzlich machbar, Trägerschaften von Bonus-Märkten erfolgreich zu platzieren, wenn die Kommunen ihr Interesse und ihr Engagement bekunden. Vor diesem Hintergrund sollten Kommunen, Kirchen, soziale Einrichtungen gemeinsam mit der Region tätig werden, um ein dichtes Netz von Angeboten sozialer Märkte, in der Region zu knüpfen.

