
Die Jusos Rems-Murr haben auf ihrer Jahreshauptversammlung eine neue Doppelspitze gewählt: Yara D'Addeo und Jasin Keskin werden den Kreisverband im kommenden Arbeitsjahr gemeinsam führen. Beide wollen die Jusos als starke, progressive, linke Stimme innerhalb der Sozialdemokratie weiterentwickeln und insbesondere soziale Gerechtigkeit, Feminismus und demokratische Teilhabe in den Mittelpunkt ihrer Arbeit stellen.
„Wir wollen die Jusos im Rems-Murr-Kreis zu einer starken linken und feministischen Kraft weiterentwickeln. Unser Kreisverband soll ein Ort sein, an dem Menschen klare politische Positionen vertreten, solidarisch zusammenarbeiten und sich aktiv einbringen können“, erklärt die neu gewählte Kreisvorsitzende Yara D'Addeo.
Ein besonderes Anliegen sei ihr dabei die Stärkung feministischer Strukturen und politischer Bildungsarbeit: „Feminismus ist für mich kein Randthema, sondern eine Grundfrage sozialer Gerechtigkeit. Deshalb möchte ich verstärkt Workshops, Diskussionsveranstaltungen und Vernetzungstreffen organisieren, die insbesondere junge Menschen dazu ermutigen, sich politisch einzubringen und Verantwortung zu übernehmen.“
Auch der wiedergewählte Kreisvorsitzende Jasin Keskin setzt auf eine klare politische Ausrichtung des Verbandes: „Yara und ich wollen als Team die Jusos im kommenden Arbeitsjahr thematisch stärker feministisch, sozialistisch und pazifistisch verankern. Als Jungsozialisten wollen wir die Kreispolitik nach Links rücken. Wir werden im kommende Arbeitsjahr glaubhaft und ehrlich unsere Positionen lautstark im Kreis vertreten.” Die neue Doppelspitze betont, dass die Sozialdemokratie wieder stärker die Interessen der arbeitenden Menschen in den Mittelpunkt stellen müsse. Dazu gehörten aus Sicht der Jusos unter anderem der Schutz von Arbeitnehmerrechten, eine gerechtere Steuerpolitik, die konsequente Bekämpfung sozialer Ungleichheit sowie eine friedensorientierte Außenpolitik. “Es muss am Ende klar sein das die Jusos Rems-Murr aber auch die SPD Rems Murr klar hinter den Menschen steht, die tagtäglich mit ihrer harten Arbeit das Land am Laufen halten. Eine Aufhebung der 8-Tage-Woche halten wir für politischen Verrat an unserem lang geführten Arbeitskampf. Wir wollen für eine Sozialdemokratie stehen, die wieder Diskurse bestimmt und gewinnt. Themen wie die Vergesellschaftung großer Unternehmen, härtere Besteuerung der Superreichen, eine Ablehnung der Militarisierung und eine klare solidarische Haltung zu den Leidenden in Gaza sind dabei entscheidend.”, so Keskin. Beide Vorsitzenden kündigen an, den Kreisverband organisatorisch weiter auszubauen und neue Mitglieder für politische Beteiligung zu gewinnen.
Im Fokus stehen dabei niedrigschwellige Angebote, regelmäßige Treffen, politische Bildungsformate und eine stärkere Präsenz in den Städten und Gemeinden des Rems-Murr-Kreises. Einen ersten Schritt in diese Richtung gehen die Jusos Rems-Murr bereits am 17. Juli 2026 mit einem erneuten offenen Juso-Treffen, zu dem alle politisch interessierten jungen Menschen herzlich eingeladen sind, den Verband kennenzulernen, Ideen einzubringen und mit uns ins Gespräch zu kommen. „Politik lebt von den Menschen, die sie gestalten. Deshalb möchten wir Räume schaffen, in denen sich jede Person willkommen fühlt, ihre Ideen einbringen kann und politische Arbeit aktiv mitgestaltet“, betont D'Addeo. Die Jusos Rems-Murr gratulieren zudem dem neu gewählten Landesvorstand und Landesvorsitzenden-Duo Robin Mesarosch und Isabel Cademartori zur Wahl an die Spitze der SPD Baden-Württemberg.