Kreistagsfraktion und Kreis-SPD lassen beim ÖPNV nicht locker: „Die ÖPNV-Offensive im Landkreis muss weitergehen!“

Veröffentlicht am 04.02.2020 in Kreistagsfraktion

„Die Vollintegration des Landkreises Göppingen in den VVS schreitet voran. Wir haben als SPD in Region und Landkreis lange dafür gekämpft und freuen uns, dass der Start zum 1. Januar 2021 nun politischer Konsens ist – gerade auch bei früheren Skeptikern ist. Es muss aber mit Verbesserungen weitergehen. Insbesondere sollten wir den 20 Minuten-Nahverkehrstakt auf der Schiene nach der Fertigstellung der Neubaustrecke Stuttgart-Ulm ins Visier nehmen“, fordert die Vorsitzende der SPD-Kreistagsfraktion Susanne Widmaier bei der zurückliegenden Sitzung ihrer Fraktion.

Erfreut ist die SPD über das vorgezogene VVS-Schüler-Abo zu geringerem Preis ab dem 1. September. „Junge Leute bewegen sich in der Lebenswirklichkeit der Region. Das Scool-Abo verschafft allen über Nahverkehrszüge, S-Bahnen in Nachbarlandkreisen, Stadtbahn und Busse Zugang zu den Hot Spots unserer Region“, warb Kreisrat Benjamin Christian für die Initiative. Die SPD habe sich jahrzehntelang für einen Beitritt zum VVS und einer Absenkung der Kosten für Schülertickets eingesetzt.

„Der 20 Minuten Takt im Schienennahverkehr ist in der Perspektive die logische Konsequenz im hochverdichteten Filstal“ warb Kreisrat Peter Hofelich für einen „nächsten Schritt“. Wie weit das dann gehen könne, entscheide die Nachfrage. Aber es könne nicht das Interesse unseres Landkreises sein, „andernorts voranschreitenden Taktverbesserungen nur zuzusehen. Das untere und mittlere Filstal gehören funktional über Pendler-, Studien- und Freizeit-Beziehungen enger zur Region als manche näher zu Stuttgart liegende Raumschaften“.

Der Unmut vieler Bahnnutzer über Zugverspätungen und -Ausfälle seit dem Betreiberwechsel auf der Filstalbahn schlägt aktuell auch bei den sozialdemokratischen Kreisräten auf. SPD-Kreisvorsitzende Sabrina Hartmann erwartet, dass Minister Hermann in den nächsten Tagen „Lösungen im Gepäck“ hat. Die Bahnnutzer entlang der Filstalachse wollen die Bahn, aber sie akzeptieren keine Ausreden mehr, war das Credo der in der Sitzung der SPD-Kreistagsfraktion. Einmal mehr frage man sich, warum bei grünem Ministerpräsidenten, grünem Verkehrsminister, grünem Stuttgarter OB und einem den Grünen angehörenden Regierungspräsidenten eigentlich eine solche fortgesetzte Verkehrsmalaise in unserer Region herrsche. „Hier ist die Leistung schlicht und ergreifend ungenügend. Und das in einer Zeit des finanziellen Überflusses bei sprudelnden Steuereinnahmen des Landes.“ Die Kreis-SPD hat in einer Postkartenaktion an den Verkehrsminister die Kritik der Pendlerinnen und Pendler aufgegriffen.

 

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