Martin Schulz begeistert

Veröffentlicht am 09.03.2019 in Allgemein

Martin Schulz MdB begeistert die Zuhörer*innen in Bisingen

Politischer Aschermittwoch des SPD-Kreisverbands Zollernalb

Mit einem flammenden Appell für Europa und einer kämpferischen Fürsprache für die Demokratie hat der ehemalige SPD-Bundesvorsitzende und Präsident des Europäischen Parlaments Martin Schulz MdB großen Zuspruch erfahren und reichlich Beifall erhalten: 400 Gäste waren hierfür zum diesjährigen politischen Aschermittwoch des SPD-Kreisverbands Zollernalb erschienen, der seit jeher traditionsgemäß - bei zünftiger Musik und leckeren Schmalzbroten - in der Bisinger Hohenzollernhalle stattfindet. Mit seinen Worten traf der SPD-Politiker sichtlich und hörbar die Gefühlslage der Anwesenden.

Gisela Birr, Vorsitzende des SPD-Ortsvereins Bisingen, begrüßte die zahlreichen Gäste, unter ihnen auch Landrat Günther-Martin Pauli (CDU) und Bürgermeister Roman Waizenegger (CDU). Birr machte keinen Hehl daraus, dass der Besuch von Martin Schulz für sie und ihre Genossinnen und Genossen in Bisingen ein ganz besonderes Ereignis sei. Bis auf den letzten Platz sei die Hohenzollernhalle gefüllt; dies zeuge vom hohen Zuspruch und einer tiefen Wertschätzung für Martin Schulz.

Der SPD-Bundestagsabgeordnete Martin Rosemann nahm in seiner Einführung kein Blatt vor den Mund und ging zunächst mit den Grünen hart ins Gericht. Die Ablehnung der grün-schwarzen Landesregierung für gebührenfreie Kitas könne er nicht nachvollziehen - sie sei einzig politisch kalkuliert. Aber auch die plumpe Karnevalsrede von CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer, bei der sie Intersexuelle massiv beleidigt habe, wurde von Rosemann kritisiert. Der SPD-Politiker verwies auf eine Reihe wichtiger sozialpolitischer Vorhaben, die gegenwärtig in der großen Koalition in Berlin vorbereitet würden. Dass die CDU bei der von der SPD vorgeschlagenen Grundrente nicht mitziehe, sei beklagenswert.

Martin Schulz warnte in seine Rede vor den „Zerstörern Europas“. Ihnen gelte es sich mit allen demokratischen Mitteln in den Weg zu stellen: „Wer Europa in Frage stellt, der gefährdet Frieden und Wohlstand in unserem Land“, so der SPD-Politiker. Schulz warnte vor nationalem Denken und davor, dass jedes Land nur allein auf sich selbst schaue. Die Bürger Europas müssten sich zur Wehr setzten und dürften nicht zulassen, das Rechtspopulisten Europa „schlechtreden und bekämpfen“. Die europäische Einigung „ist nicht vom Himmel gefallen“, so Schulz und müsse daher täglich neu erkämpft werden. Dies sei für alle Demokraten Auftrag und Verpflichtung zugleich.

Nach zwei blutigen Weltkriegen sei Deutschland heute „von Freunden umgeben“ und lebe mit seinen Nachbar „in Frieden verbunden“. Diesen Glückszustand müsse man erhalten. Bezugnehmend auf seine Eltern habe die Generation danach in diesem Europa immer „mehr“ bekommen: mehr Demokratie, mehr Sicherheit, mehr Freiheit. Aber für dieses „mehr" müsse man kämpfen und dafür sorgen, dass für die Nachfolgegenerationen aus dem „mehr“ nicht ein „weniger“ werde.

Auch aus wirtschaftlichen Gründen sei ein geeintes Europa wichtiger denn je. Nur ein gemeinsamer Wirtschaftsraum von 500 Millionen Menschen könne den Machtansprüchen aus China, Russland oder Amerika Paroli bieten. Die EU sei sicher nicht perfekt; einiges gebe es zu bemängeln und zu beklagen, so etwas die Bürokratie. Aber daran könne man arbeiten ohne gleich Europa in Gänze in Frage zu stellen. Die anstehenden Europawahlen seien eine echte „Schicksalswahl“, so der SPD-Politiker Alle Demokraten seien nun aufgerufen, miteinander für ein starken Europa zu kämpfen: „Die Bösen siegen nur, wenn die Guten schweigen und es zulassen“.

Zum Abschluss versprach der SPD-Kreisvorsitzende Alexander Maute, dass man sich vor Ort auch weiterhin für eine starke Demokratie einsetzen und den europäischen Gedanken auch künftig mit Leben füllen werde.

 

Homepage SPD Kreisverband Zollernalb

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