Peter Hofelich: "Perspektive Energiewirt statt Landwirt "

Veröffentlicht am 06.02.2006 in Pressemitteilungen

Der Vorsitzende der SPD in der Region Stuttgart und Landtagskandidat im Wahlkreis Göppingen, Peter Hofelich, hat sich anlässlich eines Besuchs auf dem Waldeckhof bei der Staufer Arbeit- und Beschäftigungs-GmbH für den Entwicklungsprozess vom Landwirt zum Energiewirt als Perspektive für manche heimatliche Betriebe ausgesprochen. Das auf dem Waldeckhof ansässige Unternehmen habe schon heute einen hervorragenden Ruf mit seinen Bio-Produkten. „Das könnte ergänzt werden durch die Erzeugung regenerativer Energien. Hier liegen enorme Potentiale für unseren Kreis und die Region", sagte Hofelich.

Der SPD-Landtagskandidat verwies darauf, dass in der Boller und in Geislinger Gegend diesbezüglich schon einiges am Werden sei und dass jüngst über einen Hof in Lauterstein berichtet wurde, bei dem die Region mit der Finanzierung einer Machbarkeitsstudie und mit planungsrechtlicher Erleichterung behilflich war. Wie Hofelich erfuhr, sind die Macher des Waldeckhofes sehr daran interessiert, sich in diese Zukunftsbranche einzubringen. Der SPD-Politiker, der ehrenamtlich Vizepräsident der Region Stuttgart ist, regte an, die von der regionalen Wirtschaftsförderung an Land gezogenen EU-Mittel im Rahmen des sogenannten ‚Albaufstiegsprogramms’ zu nutzen. „Das könnte ein guter Anschub sein, damit auf dem Waldeckhof regenerative Energien zum Markenzeichen werden", sagte Hofelich.

Hofelich sprach sich für einen gut geordneten, lokalen zweiten Arbeitsmarkt aus und äußerte sich zu mehreren landespolitischen Fragen. Er warf der jetzigen Landesregierung vor, keine dialogorientierte Wirtschafts- und Strukturpolitik zu betreiben. Sie trage damit Mitverantwortung für die Langzeitarbeitslosigkeit. Hofelich beanstandete, dass schwer Vermittelbare sträflich vernachlässigt und an den Rand gedrängt worden seien.

Hofelich bezeichnete den Waldeckhof als eine Vorzeigeeinrichtung, die qualitativ hochwertige und verlässliche Projekte auf dem zweiten Arbeitsmarkt umsetze. Flankierend zum ersten Arbeitsmarkt seien gezielte landespolitische Maßnahmen notwendig. „Das Land darf sich der Verantwortung hierbei nicht entziehen und stehe hier mit in der Verantwortung", stellte Hofelich ferner fest. Im Kreis Göppingen müsse ein funktionierendes Zusammenspiel aller Kräfte erfolgen

„Gerade die Arbeitsplatzverluste im Filstal beweisen, dass ein Frühwarnsystem notwendig ist. Dabei brächte eine Verknüpfung der Forschung und Entwicklung mit der Produktion entscheidende Fortschritte für die Arbeitsplatzstabilität", erklärte der SPD-Politiker, der auch Vizepräsident des Verbands Region Stuttgart ist. „Die gegenwärtige Lage ist ein Ergebnis von Abschottung und unterlassenem Strukturwandel", analysierte Hofelich. „Es gibt zu wenige politische Impulse für die Erneuerung", fügte er hinzu. Hofelich forderte, „dass das Mechatronik-Kompetenzzentrum als Leitstelle für Mikrosystemtechnik eingestuft wird". Der SPD-Politiker weiter: „Das Wirtschaftsministerium ziert sich offenkundig und gesteht dies Göppingen, trotz ständiger Beteuerungen leider nicht wirklich zu."

Hofelich betonte, dass durch eine aktive und strukturell geschickte Wirtschaftspolitik der Landesregierung die industrielle Substanz des Raumes stabilisiert, Existenzgründungen und reibungsloser Generationenwechsel im Handwerk gefördert und der Handel in die Lage versetzt werden könnte, seinen Herausforderungen gerecht zu werden.

Eine Wirtschaftsförderungsgesellschaft könnte nach Vorstellungen des SPD-Kandidaten zukunftsweisende Entwicklungen bündeln und gestalten. Zu den Problemen am Arbeitsmarkt führte Hofelich aus: „Die SPD tritt für einen gesetzlichen Mindestlohn unter Wahrung des Vorrangs der Tarifautonomie ein. Der Kampf gegen Lohndumping und Schwarzarbeit muss durch mehr Personal bei der Steuerfahndung verstärkt werden", forderte der SPD-Kandidat.

 

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