SPD: Gesundheitsreform bringt Bewegung ins Spiel

Veröffentlicht am 07.04.2004 in Pressemitteilungen

Hofelich: „Krankenhäuser müssen stärker regional zusammenarbeiten"

Vor dem Hintergrund einer sinkenden Bettenauslastung in den Krankenhäusern Baden-Württembergs sowie Bestrebungen der Stadt Stuttgart und mehreren Landkreisen für eine bessere Kooperation ihrer Kliniken, fordert die SPD in der Region Stuttgart eine Verstärkung der regionalen Zusammenarbeit der Krankenhäuser, die über die Landkreisgrenzen hinausgeht

„Eine bessere regionale Vernetzung und Zusammenarbeit der Krankenhäuser in der Region ist dringender notwendig denn je", meint Peter Hofelich, Vorsitzender der SPD in der Region Stuttgart. „Dies gilt sowohl unter dem Gesichtspunkt einer verbesserten Versorgung durch Spezialisierung als auch unter dem Aspekt der Effizienzsteigerung und Kostensenkung", so Hofelich weiter. Die Regional-SPD begrüßt, dass die Gesundheitsreform Bewegung ins Spiel bringt, die den Patienten nützt. Die Region solle den positiven Impuls nun aufnehmen, nachdem das Thema lange Zeit zu wenig beachtet und unterbewertet worden sei.

Das Statistische Landesamt meldet eine sinkende Bettenauslastung der baden-württembergischen Krankenhäuser. Während die Zahl der behandelten Patienten zwischen 1990 und 2003 um 23 Prozent stieg, sank im gleichen Zeitraum die durchschnittliche Verweildauer je Patient um 34 Prozent. Trotz einer Verringerung der Bettenkapazitäten seit 1990 um 9 Prozent, fiel die durchschnittliche Auslastung der verbliebenen Krankenhausbetten von 85 auf 76 Prozent.

Derzeit gingen einzelne Landkreise in der Region Stuttgart daran, bei sich die wenigen Krankenhäuser zu koordinieren und Synergiepotenziale zu suchen. Dies geschehe jedoch allzu sehr unter dem Diktat der Kostensenkung, während eine sinnvolle Schwerpunktbildung und Spezialisierung eher nach dem Zufallsprinzip erfolge. Aus Sicht der Patienten mache hingegen erst eine regionale Kooperation Sinn, weil es hier eine ausreichende Anzahl von Kliniken gebe, um gezielt zu differenzieren und sinnvoll zu rationalisieren sowie neue Dienste zu entwickeln.

Qualitätsmerkmale sind aus Sicht der SPD in der Region zum einen eine gute Nahversorgung für die Patienten, zum anderen aber auch eine gezielte Spezialisierung, die im jeweiligen Fachgebiet für höchste Qualität sorge. Bei letzterer spiele der Standort innerhalb der Region eine nachgeordnete Rolle – schon heute würden sich die Patienten dorthin orientieren, wo sie exzellente Hilfe erwarten, ohne sich dabei an Landkreisgrenzen zu halten. „Gerade im Gesundheitswesen zeigt sich, dass die Region die alltägliche Lebenswelt der Menschen darstellt. Die Region muss sich der damit verbundenen Herausforderung stellen und die Aufgabe einer stärkeren regionalen Zusammenarbeit der Kliniken anpacken", fordert Peter Hofelich.

Die Gesundheitsreform der Bundesregierung schaffe den nötigen Spielraum, um eine solche regionale Koordination zu bewerkstelligen. Eine stärkere regionale Ausrichtung des Gesundheitswesens muss nach Auffassung der SPD den Grundsätzen der dezentralen Versorgung, der inhaltlichen Schwerpunktbildung und der laufenden Abstimmung untereinander folgen. Weitere Säulen einer regionalen Gesundheitspolitik sind nach Hofelichs Ansicht auch die Schaffung von Ärzteverbünden in der Region, eine regionale Gesundheitsberichterstattung sowie für die Bürger transparente Gesundheitsangebote.

 

Homepage SPD in der Region Stuttgart

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