MdL Peter Hofelich: „Aktive Arbeitsmarktpolitik weiterhin notwendig"
Als eine „stabile Ausgangsposition für weitere Verbesserungen am Arbeitsmarkt" sieht der Landtagsabgeordnete und Regionalvizepräsident Peter Hofelich die am Dienstag bekannt gegebenen Arbeitsmarktzahlen für den Monat Juli in der Region Stuttgart.
Der wirtschaftliche Aufschwung, in einer umstrittenen Phase von der Regierung Gerhard Schröder eingeleitet, zeige nun die notwendige Wirkung. „Für aktive Arbeitsmarktpolitik bleibt gerade in der Region aber noch einiges zu tun", meint Hofelich.
Erstens werde anhand der schon wieder sichtbaren Mangelberufe deutlich, dass vorausschauende Qualifizierung und mehr Ausbildungsplätze eine Bringschuld der Wirtschaft in der Region Stuttgart seien. Die Wirtschaftsförderung der Region habe deshalb zusammen mit Arbeitsagenturen, Bildungsträgern und Gewerkschaften modellhaft ein Projekt ‚Vorausschauender Qualifizierungsbedarf’ aufgelegt.
Zweitens müsse bei denjenigen Langzeitarbeitslosen, welche durch schwerwiegende Anstellungshindernisse gekennzeichnet seien, mit gezielten öffentlichen Maßnahmen unterstützt werden. Zu diesem „dritten Arbeitsmarkt" habe die Große Koalition auch eine Initiative beschlossen, die zum 1. Oktober in Kraft tritt.
Drittens gelte es, Zeitarbeitsverhältnisse in reguläre Arbeitsverhältnisse zu überführen. „Gute Arbeit für guten Lohn und sichere Arbeitsplätze muss unser Weg in Baden- Württemberg und der Region sein", fordert der SPDVorsitzende in der Region Stuttgart. Deshalb benötige man auch neue und attraktive Arbeitsplätze in der Industrie. Dies gelte auch für Arbeitnehmer über 50, deren Fähigkeiten, Erfahrungen und Motivation nach Jahren des ‚Jugendwahns’ von den Arbeitgebern endlich einmal fair bewertet werden müssten, so Hofelich.

