
Heute hat der verkehrspolitische Sprecher der SPD-Regionalfraktion, Thomas Leipnitz, darauf hingewiesen, dass mit der SPD eine überproportionale Anhebung der VVS-Tarife zur Erhöhung des Kostendeckungsgrads nicht zu machen sei.

Heute hat der verkehrspolitische Sprecher der SPD-Regionalfraktion, Thomas Leipnitz, darauf hingewiesen, dass mit der SPD eine überproportionale Anhebung der VVS-Tarife zur Erhöhung des Kostendeckungsgrads nicht zu machen sei.
„Diese Klarstellung ist nötig, nachdem der Vorsitzende der CDU-Regionalfraktion, Joachim Pfeiffer, kürzlich angekündigt hat, seine Partei strebe jedes Jahr einen um zwei Prozentpunkte höheren Kostendeckungsgrad an. Wir wollen mehr Fahrgäste in Bussen und Bahnen und nicht weniger. Dies wäre aber die Folge von jährlich überproportional steigenden Fahrpreisen“, bemerkt Thomas Leipnitz.
Der Kostendeckungsgrad bezeichnet den Anteil der Kosten des ÖPNV, der von den Fahrgästen durch den Kauf von Fahrkarten bezahlt wird, der Rest wird von der öffentlichen Hand finanziert. Beim VVS liegt der Anteil der Nutzfinanzierung bei einem bundesweiten Spitzenwert von 58%.
Wer diese Diskussion wolle, müsse sich fragen lassen, wem denn ein gut ausgebauter öffentlicher Nahverkehr nutze? Nämlich nicht nur den Benutzern des ÖPNV, sondern allen Bürgerinnen und Bürgern in der Region: Durch weniger Feinstaub, weniger Lärm, weniger Staus und mehr Klima-schutz. „Deshalb ist auch eine Mitfinanzierung des Nahverkehrs durch die Allgemeinheit voll und ganz gerechtfertigt“, erläutert der Vorsitzende der SPD-Regionalfraktion, Harald Raß.
Nach Ansicht von Thomas Leipnitz, der auch Vorsitzender der SPD in der Region Stuttgart ist, muss ein attraktiver öffentlicher Personennahverkehr immer mit den veränderten Lebens- und Arbeitsgewohnheiten der Menschen Schritt halten. „Denn nur wenn das Angebot für die Menschen stimmt, gelingt es, sie auch vom Nutzen eines gut ausgebauten öffentlichen Personennahverkehrs zu überzeugen. Deshalb fordert die SPD die Schaffung eines solchen Mobilitätsangebots, das die Attraktivität des ÖPNV zu bezahlbaren Preisen auch für neue Benutzergruppen steigert“, betont Leipnitz.
Nach Ansicht der SPD gehört dazu auch eine deutliche Vereinfachung der VVS.-Tarifstruktur. „Wir fordern dies bereits seit mehreren Jahren. Insofern freut es uns, dass wir mit den Grünen in der Regionalversammlung hier neue Mitstreiter gefunden haben“, bemerkt Thomas Leipnitz abschließend.
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