SPD zu Sport in der Region: Emotionale Identifikation schaffen - nachhaltige Strukturen aufbauen!

Veröffentlicht am 13.02.2005 in Pressemitteilungen

„Kaum ein gesellschaftlicher Bereich stärkt die regionale Identität so sehr wie der Sport. Deshalb wünschen wir uns im Sport ein klares Bekenntnis zur Region und sehen regionalen Spitzensport als Imageträger", betont der Vorsitzende der SPD in der Region und Regionalrat Peter Hofelich. „Wir brauchen für eine langfristige Stärkung aber auch gemeinsame organisatorische Strukturen, welche unsere Region Stuttgart nachhaltig als erstklassigen Standort für Sport in der Spitze und der Breite stärken", so Hofelich weiter.

Sowohl die Defizite bei der fehlgeschlagenen Olympiabewerbung Stuttgarts, wie auch die Chance der anstehenden Fußball-Weltmeisterschaft müssten jetzt dazu führen, dass „ein kompaktes Gesamtkonzept für Sport in der Region" sowie eine abgestimmte und arbeitsteilige Vorgehensweise von Stadt Stuttgart und Region Stuttgart konkrete Gestalt annehmen.

„Es wäre sicherlich gut, wenn dem Verband Region Stuttgart bald einmal eine Gesamtkonzeption 'Fußball-WM' vorgestellt würde, damit die politische Unterstützung eine gemeinsame Grundlage hat", regt Hofelich an. Die Pläne für die Fußball-WM nähmen jetzt so langsam Gestalt an. Die Regio-Marketing sei in der Lage gemeinsam mit den Städten und Gemeinden in der Region attraktive Mitmachaktionen zu entwerfen. Diese reichten von der Übertragung der Spiele auf Großleinwänden auf öffentlichen Plätzen über Patenschaften für anreisende Jugendgruppen aus allen Ländern der Welt bis hin zu touristischen Huckepack-Angeboten für die internationalen Gäste in allen Gebieten der Region. Vielleicht komme es ja auch dazu, dass eine oder mehrere Mannschaften des WM-Turniers ihr Mannschaftsquartier im Gebiet der Region Stuttgart fänden, was für die Region imagefördernd genutzt werden könnte.

„Zusammen mit dem VfB Stuttgart, dessen Präsident Erwin Staudt den VfB seit längerem schon konsequent als den 'Verein der Region' positioniert, kann die Fußball-WM uns helfen, den Sport in der Region dauerhaft auf höchstem Niveau anzusiedeln", glaubt Hofelich. Dazu komme der Bundesliga-Basketball aus Ludwigsburg und der Bundesliga-Handball aus Göppingen. Vielleicht ergänze auch einmal Bundesliga-Eishockey oder erneut Spitzen-Volleyball den Top-Sport in der Region. „Eine Region, in welcher in den Profi-Mannschaftssportarten für das Sportpublikum unseres Ballungsraumes dauerhaft großer Sport geboten wird, wäre eine wunderbare Sache!", meint der SPD-Chef.

Jetzt komme es aber besonders darauf an, die harten und konkreten Verantwortlichkeiten zu klären. Aus der fehlgeschlagenen Olympiabewerbung seien mit einem Kongress und einem Workshop seitens der Sport-Region bereits Schlüsse gezogen und in einem Positionspapier festgehalten worden. Der Verband Region Stuttgart habe dies - mit breiter Zustimmung aus den Fraktionen - aufgenommen und Gespräche mit der Stadt Stuttgart geführt und abgeschlossen. Konkretes Ergebnis sei, dass die Stadt Stuttgart, die mit der Gründung einer eigenen Veranstaltungsgesellschaft zum Bedauern vieler bereits vorgeprescht war, die Durchführung von Spitzenveranstaltungen übernehmen soll. Die Region Stuttgart soll mit einer kleinen Agentur die Entwicklung neuer und zunächst noch kleinerer internationaler oder nationaler Sportveranstaltungen ohne Profitcharakter auf die Fahnen schreiben. Diese Agentur würde in enger Abstimmung mit dem Sport errichtet werden und Service in die gesamte Region hinein leisten, insbesondere auch zu den größeren Städten mit eigenen Sportveranstaltungskapazitäten. „Wer sich später wieder einmal für Großes empfehlen will, braucht schon aus diesem Grunde einen Aufwuchs von neuen und spannenden dezentralen Veranstaltungen - einmal ganz abgesehen vom eigenen Wert solcher Events für attraktiven Sport in der Fläche", so Peter Hofelich. Beide Einrichtungen, die Veranstaltungs-GmbH der Stadt und die Sportentwicklungsagentur der Region, müssten sich untereinander abstimmen und gegenseitig Vertreter in die Steuerungsgremien entsenden. Für den Spitzensport mache das allein schon deshalb Sinn, weil das Publikum für die kommerziellen Großveranstaltungen in Stuttgart oft genug zum größten Teil aus der Region komme. „Wir brauchen ein Sport-Engagement im Ballungsraum aus einem Guss!", fordert der Sozialdemokrat.

Leider habe der zurückliegende Wirtschaftsausschuss der Region nun gezeigt, dass das Vorhaben nicht recht vom Fleck komme. Die Spitze der Stadt Stuttgart stehe offenbar dem - eigentlich positiv zu Ende verhandelten - Ergebnis nun überraschend ablehnend gegenüber. „Dafür haben wir kein Verständnis", stellt Hofelich klar. Es könne nicht in Frage kommen, dass die Region sich allein fürs Image verantwortlicht fühlt, dort Geld reinsteckt und am Ende an den konkreten Entscheidungen nicht beteiligt ist. Schon die fehlgeschlagene Olympiabewerbung lege ja nahe, dass die operative Verantwortung allein beim Stuttgarter Oberbürgermeister nicht der Weisheit letzter Schluss ist. Peter Hofelich, der sich seit Jahren auch im Vorstand der Sport-Region engagiert, fordert deshalb eine Abkehr von der Eigenbrötlerei und einen Ruck für eine starke Region des Sports. „Dafür müsste es eine breite Koalition der Sachkundigen und Begeisterten geben!"

 

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