Wie es mit der Murr-Bahn weitergehen sollte

Veröffentlicht am 10.02.2026 in Aktuelles

Die Murr-Bahn muss besser werden. Dafür stehe zuallererst das Land in der Pflicht, betonten SPD-Landtagskandidatin Simone Kirschbaum (Wahlkreis Backnang) und der SPD-Landtagskandidat Danny Multani aus dem benachbarten Wahlkreis Schwäbisch Hall am Montag (09.02.26) in Backnang.

In ihrer gemeinsamen Veranstaltung zum Thema „Wie geht‘s weiter mit der Murr-Bahn?“ betonten die Teilnehmenden, dass ein besseres Management auf der Bahnstrecke zwischen Waiblingen und Schwäbisch Hall aktuell eine größere Bedeutung habe als ein möglicher zweigleisiger Ausbau.

Isabel Cademartori ist die verkehrspolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion. Sie war aus Mannheim angereist, um darüber zu informieren, wie die deutsche und europäische Bedeutung der Murr-Bahn einzuordnen sei. Die Aufnahme in den Bundesverkehrswegeplan (BVWP) erleichtere zwar Investitionen, doch beschleunige diese nicht automatisch den Ausbau. So manches BVWP-Infrastrukturprojekt liege Jahrzehnte schon auf Eis. Für die europäische Infrastruktur sei die Murr-Bahn eher zweitrangig, sagte Cademartori. Das gelte ebenso für die militärische Bedeutung der Strecke. Fördermittel seien diesbezüglich kaum zu erwarten.

Auch die Bundestagsabgeordnete sah folglich eine Ertüchtigung der Eisenbahnlinie für den Lokal- und Regionalverkehr als vorrangig an. Danny Multani ist Bahn-Pendler zwischen Schwäbisch Hall und Winnenden. Er zeigte sich überwiegend zufrieden mit dem Bahnbetrieb und wünschte sich aber eine Verschönerung der Bahnhöfe. Selbstverständlich würde er es begrüßen, wenn Verspätungen und Zugausfälle weniger würden. Aber in kleinen Schritten den Betrieb verlässlich zu verbessern, sei zufriedenstellender, als eventuell vergeblich auf den großen Wurf zu warten.

Zur hochkarätigen Diskussion trug zudem Andreas Kleber aus Schorndorf bei. Er gehört zu den renommiertesten Eisenbahn-Kennern Deutschlands. Nach seinen Informationen würde der zweigleisige Ausbau etwa 240 Millionen Euro kosten. Das sei ein überschaubarer Betrag, wie Isabel Cademartori feststellte. Laut Kleber seien zwei Drittel mehr Verkehr auf der Strecke möglich. Zwei junge Eisenbahner unter den Zuhörenden bereicherten die spannende Diskussion mit interessantem Fachwissen. Am Ende der Veranstaltung hatten die Teilnehmenden eine bessere Vorstellung davon, wie es mit der Murr-Bahn weitergehen sollte.

 

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