„Tour für Dich“: Katja Weiger-Schick, Andreas Stoch und Dr. Dorothea Kliche-Behnke Der SPD-Spitzenkandidat Andreas Stoch im Rahmen seiner „Tour für Dich“ in Balingen: Stoch hat über seine Sorge um die Demokratie gesprochen und darüber, warum die Bildung heutzutage „multiprofessionelle Teams“ brauche. Außerdem kam er, das betonte er, um zuzuhören und Antworten zu geben.
Mit dabei waren außerdem die SPD-Landtagsabgeordnete und stellvertretende SPD-Landesvorsitzende Dr. Dorothea Kliche-Behnke für den Wahlkreis Tübingen 62 sowie die Landtagskandidatin Katja Weiger- Schick, die für den Wahlkreis 63 Balingen antritt.
Stoch umriss in kurzen Zügen seine wichtigsten Kernthesen: frühkindliche Bildung, Gesundheit, Pflege, bezahlbares Wohnen und Infrastruktur. Es brauche Mut, dem Diskurswandel in diesen Zeiten, in denen die Demokratie gefährdet sei wie nie, entschlossen entgegenzutreten. „Es ist keine Zeit für Feiglinge“, rief Stoch den knapp 60 Besuchern zu. Man dürfe nicht zulassen, dass andere Parteien die Ängste der Menschen noch schüren.
Verzichtet wurde auf lange Reden und Referate. Nach einer kurzen Begrüßung stand der Austausch mit den Besuchern im Mittelpunkt. In einem offenen Townhall-Format hatte das Publikum die Möglichkeit, seine Fragen direkt an Andreas Stoch und die beiden Landtagskandidatinnen zu richten. Moderatorin Juliane Langer führte aufmerksam durch den Abend. Es entspann sich eine lebhafte Diskussion.
Katja Weiger-Schick, von Beruf Journalistin, hob hervor, gute Politik bedeute für sie: sich zu kümmern. „Wir müssen dorthin gehen, wo es wehtut“, konstatierte sie. In Wahlkampf und Beruf, das räumte sie offen ein, begegne ihr zu ihrem Leidwesen regelmäßig ein wachsendes Misstrauen in die Demokratie. Sie hob hervor, in diesen medialen Zeiten müsse es Gebot der Stunde sein, Kindern beizubringen, wie vermeintliche Fakten zu prüfen seien und wie man vertrauenswürdige Quellen von nicht vertrauenswürdigen unterscheide.
Dr. Dorothea Kliche-Behnke betonte, es reiche nicht aus, wirtschaftliche Belange aus der Sicht der Unternehmer zu betrachten, sondern man müsse sie auch aus der Perspektive der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer wahrnehmen. Die Tübinger Landtagsabgeordnete kennt aus ihrem familiären Kontext beide Seiten, das berichtete sie in Balingen: „Die Arbeitsbedingungen im Betrieb lagen meiner Familie aber immer am Herzen.“ Die besten Lösungen, so befand sie, fänden Unternehmensspitze und Mitarbeiter idealerweise gemeinsam.