Hofelich: „Standorttreue und sozialer Zusammenhalt müssen unterstützt werden"

Veröffentlicht am 01.05.2005 in Pressemitteilungen

Die SPD in der Region Stuttgart appelliert zum Tag der Arbeit am 1. Mai an die Verantwortlichen aus Gewerkschaften, Unternehmen und Politik, alle Anstrengungen zu unternehmen, damit Arbeitsplätze in der Region gesichert und neue geschaffen werden. Die Bevölkerung sehe seit Jahren, dass die volkswirtschaftliche Ebene kaum mehr mit der betrieblichen Ebene verbunden sei. „Wir brauchen hier gelebte Verantwortung statt taktischer Rhetorik. Die Lage ist labiler als es manche gerne darstellen", glaubt der Vorsitzende der Regional-SPD, Peter Hofelich.

„Der soziale Dialog in der Region Stuttgart zählte schon immer zu unseren Stärken. Er muss aber wieder intensiver werden. Dabei können die politischen und gesellschaftlichen Kräfte der Region Stuttgart eng eingebunden werden", fordert Hofelich. Das sei ein Vorteil gegenüber anderen Standorten.

„Mit der Ablösung von Ludwigsburg durch Ravensburg als Bezirk mit der niedrigsten Arbeitslosigkeit im April sollten in der Region Stuttgart endlich die Warnlampen angehen", meint Hofelich. Auch das weiter bestehende Gefälle innerhalb des regionalen Arbeitsmarktes gebe Anlass zur Besorgnis: „Während sich die Filder oder Ludwigsburg auf der Sonnenseite befinden, liegen Geislingen, Backnang und Cannstatt weiterhin im wirtschaftsstrukturellen Schatten", so Peter Hofelich. „Wir müssen in der Region durch ein abgestimmtes Vorgehen von Arbeitsagenturen, Sozialpartnern und der regionalen Wirtschaftsförderung deshalb mehr als bisher bewegen", rät der Wirtschaftsexperte.

Die Verbesserung um 0,2 Prozent in Baden-Württemberg sei ein Schritt nach vorn. Gerade in der Region bleibe aber der zunehmend sichtbare Mangel an industriellen Arbeitsplätzen. Deshalb sei eine aktive Industriepolitik des Landes unabdingbar, um dem Abbröckeln der wirtschaftlichen Kernkompetenz des Landes entgegenzuwirken und neue industrielle Arbeitsplätze aufzubauen. Gerade die An- und Ungelernten, der Kern der Langzeitarbeitslosen, würden mit Qualifikationsmaßnahmen vor allem in ihrem angestammten beruflichen Milieu, der Industrie und der Baubranche, neue Arbeit finden. Doch nicht nur die Politik trage hier Verantwortung: „Die Unternehmen müssen zu ihrer sozialen Verantwortung stehen. Ihre Belegschaften werden ihnen dies mit Motivation, Innovation und Identifikation - der besten Werbung überhaupt - danken", ist der SPD-Chef überzeugt.

Hofelich fordert eine Debatte in der Region, wie Standorttreue, gesellschaftliche Bindungen in die Region und persönliche Präsenz von Unternehmensleitungen in der Region wieder in Mode kommen, statt im Nebel neoliberaler Beliebigkeit ins Abseits zu geraten.

 

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