SPD Region Stuttgart reagiert auf IHK-Kritik an der „Ich-AG"

Veröffentlicht am 11.05.2005 in Pressemitteilungen

Hofelich: „Es geht um Perspektiven"

Die SPD in der Region Stuttgart reagiert mit Unverständnis auf die Kritik der IHK an der Ich-AG. „Es geht in unserer Arbeitsmarktsituation nicht um ‚Illusionen’, sondern um Perspektiven", betont der Vorsitzende der Regional-SPD, Peter Hofelich. Die Zielrichtung der IHK-Kritik sei deshalb nicht nachvollziehbar. Deren Geschäftsführer, Andreas Richter, warnte laut einer Pressemitteilung vor Illusionen bei der Ich-AG und stellte diese Form der Existenzgründung als möglichen Ausweg aus der Arbeitslosigkeit in Frage.

„Kategorische Worte und eindimensionale Betrachtungen helfen uns in einem vom Strukturwandel massiv betroffenen 80 Millionen-Volk nicht weiter", hält die SPD entgegen. „Wenn an jeder Initiative immer nur herumgekrittelt wird, kommen wir nicht weiter. Zumal dann, wenn sie von den Organisationen der Wirtschaft über Jahre hinweg vehement gefordert wurde", ruft Hofelich den IHK-Vertretern in Erinnerung.

Der IHK-Hauptgeschäftsführer müsse eigentlich wissen, dass Deutschland sowohl an der Erhöhung der Qualifikation, als auch an der Senkung der Beschäftigungsschwelle arbeiten muss. Es gebe keinen Grund anzunehmen, dass ein Senken der Beschäftigungsschwelle nicht auch über Existenzgründungen gehen könne. „Die Ich-AGs sind Teil eines Gesamt-Pakets und erfüllen darin eine Rolle. Nicht mehr, aber auch nicht weniger", meint der SPD-Chef.

Es mute schon komisch an, wenn ‚einfache Dienstleistungsbetriebe mit geringer Kapitalausstattung’ von der IHK plötzlich als ’problematisch’ angesehen werden. Jahrelang sei doch der aufnahmefähige US-Arbeitsmarkt mit seinen vielen einfachen Dienstleistungen auf niedrigem Kostenniveau als Vorbild hingestellt worden. Auch wenn das nicht in die bundesrepublikanische Wirklichkeit übertragenswert sei, gilt es nach Meinung der Sozialdemokraten doch, dass Deutschland gerade bei einfachen Dienstleistungen einen Nachholbedarf habe. „Wenn dieser über ordentlich eingetragene Ich-AGs - die ja zum Teil und hoffentlich aus diesen Schuhen herauswachsen werden - befriedigt wird, ist das doch eine gute Sache. Dass das Scheitern, vor dem die IHK warnt, immer einzukalkulieren ist, ist eine Binsenweisheit. Aber Aktivität ist allemal besser als Lethargie!", so Peter Hofelich.

 

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