Peter Hofelich: „Gemeinsam für die Region handeln, anstatt sie mit Alleingängen zu spalten"
In der Diskussion um den von Stuttgarts Oberbürgermeister Schuster geplanten Verein „Europäische Metropolregion Stuttgart" ergreift die SPD Partei zugunsten des bestehenden Verbands Region Stuttgart (VRS). Gleichzeitig fordert sie, konkrete Projekte für die Metropolregion zu vereinbaren.
Den Vorschlag Schusters sieht die SPD in der Region Stuttgart als jüngstes Glied in einer ganzen Kette von Aktionen des Stuttgarter OBs, die der Sache der Region eher abträglich waren. „Von der gescheiterten Olympiabewerbung bis zum im Gemeinderat abgelehnten Stars-Projekt hat die Region mit dem Stuttgarter OB eher Kummer erlebt. Wir brauchen jetzt endlich eine handwerklich solide und emotional regionsbejahende Kooperation mit dem Stuttgarter Rathaus. Stuttgart wird jedenfalls nur mit seinem Umland gewinnen und das ist nun mal nicht nebulös irgendein ‚Großraum’, sondern die Region in den bestehenden Grenzen", so der Vorsitzende der Regional-SPD, Peter Hofelich.
Für die europäische Metropolregion komme es jetzt darauf an, dass zügig Projekte definiert werden, bei denen das Gewicht eines über drei Millionen Einwohner starken Ballungsraumes gemeinsam mit Heilbronn und Neckar-Alb eingesetzt wird. Chancen sind nach Ansicht der SPD genügend da. Entscheidend sei der Kooperationswille.
So könne die Region Stuttgart im Sinne der europäischen Metropolregion jetzt zum Beispiel motivierende Projekte mit Neckar-Alb und Heilbronn starten, bei denen sich auch die Stadt Stuttgart hervorragend einbringen könne. Die SPD führt als Beispiele die Kooperation der Verkehrsverbünde, die gemeinsame Entwicklung weiterer regionaler Kompetenz-Cluster oder die einheitliche Präsentation unserer schönen Landschaften für Tourismus und Naherholung an.
Der SPD-Chef erinnert auch an die Gründungsidee der Region Stuttgart. „Um die Region insgesamt nach vorne zu bringen, brauchen wir Kooperation statt Egoismus und eine effektive Arbeitsteilung statt aufwändiger Parallelstrukturen. Dies gilt für die Zusammenarbeit zwischen Region sowie beteiligten Landkreisen und Kommunen, aber auch für die Zusammenarbeit von regionalen Initiativen", so Hofelich. Die Vereinsmeierei des Stuttgarter OB laufe dem jedoch diametral entgegen.
„Die Idee der Metropolregion haben wir in der Regionalversammlung schon längst aufgegriffen und befindet sich in guter Fahrt. Sie lässt sich mit den bereits bestehenden Strukturen und Netzwerken besser verfolgen als mit einem Verein, bei dem bislang nur klar ist, dass Wolfgang Schuster Vorsitzender werden will und die beteiligten Kommunen Geld zahlen sollen", kritisiert Peter Hofelich..
„Die Region funktioniert nur als Team und nicht als Solistenveranstaltung. OB Schuster ist als Stuttgarter Stadtoberhaupt und als Regionalrat in der Regionalversammlung gewählt. Es ist an der Zeit, dass er sich im Team einbringt und die Stadt als wichtigen Teil, aber nicht alleinigen Faktor der Region versteht", appelliert Peter Hofelich an die Adresse Schusters.