Anträge
01.01.1990 in Anträge von SPD in der Region Stuttgart
Antrag der SPD-Regionalfraktion Stuttgart
A. Der Regionalverband Region Stuttgart schreibt einen Wettbewerb „Kinder- und familienfreundliche Kommunen in der Region Stuttgart“ aus.
Folgende Aspekte sollen u.a. Kriterien für die Bewertung sein:
1. Maßnahmen zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf wie z.B.:
· ganztägige Kinderbetreuungsangebote i.V. mit frühkindlichen Bildungsangeboten
· Ganztagsschulen oder gleichwertige Bildungs- und Betreuungskonzepte
· Entsprechende Initiativen der lokalen Wirtschaftsunternehmen
· Einrichtung von familienbezogenen Dienstleistungsagenturen
2. Maßnahmen zum familiengerechten Wohnungsbau
3. Maßnahmen zur Sicherung der Nahversorgung
4. Angebote für eine familienfreundliche Freizeitgestaltung, z.B.
· für Spiel und Sport
· im kulturellen Bereich
· Orientierungshilfen für die Nutzung von Angeboten (z.B. Kinder-Stadt- und Fahrradwegepläne)
5. Familienfreundlichkeit im ÖPNV bei Leistung, Preisgestaltung und Darstellung
6. Formen der Mitwirkung von Jugendlichen oder Familien bei der Planung und Umsetzung familienfreundlicher Konzepte auf kommunaler Ebene (Jugend-Gemeinderat, Runde Tische)
Besonders sollen innovative Konzepte in den genannten Bereichen bei der Beurteilung berücksichtigt werden.
Der Auftrag zur Ausarbeitung und Durchführung des Wettbewerbs wird an einschlägig erfahrene Dienstleistungs-Unternehmen vergeben. Entsprechende Angebote sind einzuholen.
Der Wettbewerb ist im Jahre 2004 durchzuführen.
B. Der Regionalverband Stuttgart setzt sich selbst aktiv – in Zusammenarbeit mit der IHK, den Kammern und Einzelhandelsverbänden – u.a. mit folgenden Maßnahmen für eine kinderfreundliche Region ein:
· Einrichtung eines Beratungsservice für Unternehmen, die familien-freundliche Unternehmensstrukturen und Kooperationen mit Schulen entwickeln wollen,
· Einrichtung einer Dienstleistungsagentur, die kurzfristig und finanzierbar in Fällen der Kinderbetreuung in Familien Personal vermittelt,
· Aufbau eines Informationsnetzwerkes zwischen bestehenden Ganztages-schulen und Regelschulen, die den Antrag auf einen ganztägigen Schul-betrieb gestellt haben bzw. stellen wollen.
Begründung:
Angesichts des demografischen Wandels in der Gesellschaft wird die Konkurrenz um junge, qualifizierte Arbeitskräfte zunehmen. Eine familienfreundliche Regionalpolitik wird zum wichtigen Standortfaktor, weil junge Familien sich künftig verstärkt ihren Lebensort auch danach aussuchen, wo sie zur Erfüllung ihrer Lebensplanung die besten Voraussetzungen vorfinden. Der Wettbewerb soll einen ersten Schritt darstellen zur Profilierung der Region Stuttgart als „Familienfreundliche Region“.
Claus Schmiedel, MdL Birgit Kipfer, MdL und Fraktion
Fraktionsvorsitzender